Geschichte


2002   „Ausländer können gut zusammenarbeiten!“ Mit diesen Worten fasste ein türkisches Mädchen ihre Erfahrungen zusammen, nachdem es mit Schulkindern aus Griechenland, Afghanistan, Deutschland, Italien und der Türkei auf dem Mindener Marktplatz ein Lehmfachwerkhaus gebaut hatte. Eine Zusammenarbeit, die den Geist des Internationalen Projekttags der UNESCO-Projektschulen 2002 unter dem Motto „Kulturen begegnen sich – weltoffen“ widerspiegelte.

Hier ging es nicht nur um Toleranz und Akzeptanz, sondern um gemeinsames Handeln. Das Haus wurde mit Hilfe des städtischen Bauhofs und einer Autokranfirma auf den Schulhof der Königschule versetzt, einer Ganztagsgrundschule mitten in der Mindener Altstadt, die stark multikulturell geprägt ist.

2003    Zusammen mit einem algerischen Bildhauer, einem marokkanischen Maler und einem deutschen Lehmbauer bauten Kinder und Jugendliche weitere Häuser: Im September/Oktober 2003 wurde die afrikanische Rundhütte „Mtae“ gebaut.

2004    Das indische Lehmstampfhause „Sabarkantha“ wurde im April 2004 fertiggestellt. „Bäume für Sabarkantha“ ist eine Projektpartnerschaft von Schulen, Gruppen und Einzelpersonen aus Minden und anderen Orten Deutschlands.

2005    Von Februar bis Mai wurde das südamerikanische Lehmsteinhaus „Cajamarca“ gebaut. Es

und     steht für die Partnerschaft einiger Mindener und der Bethel-Stiftung Bielefeld, die den Bau

2006    einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Peru initiierte. Mittlerweile lernen und arbeiten in dieser Einrichtung bis zu 300 Kinder. Das größte Gebäude, das weißrussische Holzhaus „Grodno“ (5 x 6 m) wurde im Sommer 2005 durch eine Berufsförderungsklasse des Leo-Sympher-Berufskollegs erstellt. Die Lehmarbeiten fertigten Schüler_innen der Eine-Welt-Schule an. Das Haus steht stellvertretend für die Tschernobylhilfe und eine Städtepartnerschaft Mindens. Es soll Schulklassen und Gruppen als Unterrichts- und Begegnungsstätte dienen. 

            Ab Herbst 2005 wurden verstärkt Projektwochen angeboten, in deren Rahmen ein Kurs „Afrikanisches Trommeln“ stattfand und die die Arche mit Nisthilfen für Insekten und Kleintiere mit Hilfe von Schüler_innen der Wichernschule gebaut wurde.

            Direkt neben dem Dorfplatz wurde eine Regenwasserspielplatz sowie ein Pflanzenteich mit Versickerungszonen gebaut. Des Weiteren wurden kleine Gärten und Beete angelegt, ein Lehmbackofen und ein Grillplatz errichtet und große Wandbilder an den Turnhallenwänden gemalt. Eine Galerie mit Schaukästen und Infotafeln sowie eine Photovolkaikanlage wurden ebenfalls installiert.

2007    Im Juni wurde das „Haus der Religionen“ fertiggestellt.

2008    Im März bekam das „Haus der Religionen“ noch ein Dach, um die Lehmkonstruktion zu schützen.

2014    Anfang bis mitte April wurde der neue Lehmbackofen gebaut, und dann auch zum ersten mal benutzt.