Projekthäuser und Bauwerke


Fachwerkhaus Minden

Angefangen hat es 2002 im Rahmen des 4. UNESCO-Projekttags, der unter dem Motto „Kulturen begegnen sich – weltoffen“ stand. Schülerinnen und Schüler er Eine-Welt-Schule und Waldorfschule haben unter Anleitung von Lehmbauer Norbert Franzen mitten auf dem Marktplatz in Minden ein Lehmfachwerkhaus gebaut.

Drei Tage später wurde das in vier Teile zerlegte Haus mit LKW und Autokran zur Eine-Welt-Schule gebracht, mit Lehmsteinen zu Ende ausgemauert und mit Dachziegeln eingedeckt. Es ist das erste Haus im Eine-Welt-Dorf.

Rundhütte Mtae

Im September/Oktober 2003 wurde die Rundhütte Mtae erbaut. Sie symbolisiert eine mittlerweile 20jährige Partnerschaft der Kirchengemeinde St. Marien und St. Martini mit dem Ort Mtae in den Usambara-Bergen in Tansania. Diese Partnerschaft lebt durch Jugendaustausch und Unterstützung konkreter Einzelvorhaben (Bau eines Regenauffangbeckens. Unterstützung einer Krankenstation…)

Seit kurzem fördert auch die Fachhochschule Bielefeld, Abteilung Minden (Wasserwirtschaft) ein Trinkwasserprojekt.

 

Indien liegt hinter der Eine-Welt-Schule

Ebenfalls im September 2003 begonnen und im April 2004 fertig gestellt wurde das Haus Sabarkantha, das sich auf ein langjähriges Projekt in der Provinz Gujarat in Indien bezieht. „Bäume für Sabarkantha“ ist eine Projektpartnerschaft von Schulen, Gruppen und Einzelpersonen aus Minden und anderen Orten Deutschlands. Seit 1991 geht es dabei um die Unterstützung einer „Aufforstung von unten“ in einer fast vollständig entwaldeten Region. Hinzugekommen ist ein Projekt zur Wassergewinnung sowie ein Schulprojekt, dessen Schwerpunkt auf der Begleitung und Neuausrichtung von Dorfschulkinderheimen liegt.

Infos unter: http://sabarkantha.de/

 

Südamerikahaus Cajamarca

Das Doppelhaus Cajamarca aus den peruanischen Anden wurde von Februar bis Mai 2005 gebaut. Es steht für die Partnerschaft einiger Mindener, der Bethelstiftung Bielefeld und anderer Menschen in Deutschland, die ein großes Sozialzentrum für Menschen mit Behinderung in Cajamarca unterstützen. Mittlerweile lernen und arbeiten in diesem Pilotprojekt in den peruanischen Anden bis zu 300 Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Behinderungen. Einige von ihnen werden nach dem Schulabschluss in nahe gelegene Betriebe vermittelt.

Infos unter: www.projekt-cajamarca.de

 

 

Das weißrussische Haus Grodno

Steht für die Partnerschaft Mindens mit der Bezirkshauptstadt Grodno in Weißrussland und dient als Seminarraum und „grünes Klassenzimmer“, das auch bei schlechtem Wetter einer Schulklasse oder Besuchergruppen Unterschlupf bietet.

Die Aktionsgemeinschaft Friedenswoche hat Ende der 1980er Jahre die Städtepartnerschaft mit Grodno angeregt. Dabei wurde sie tatkräftig vom SPD-Ortsverein Minden und dem Stadtverband der SPD und den Grünen unterstützt. Die friwo hat eine Reihe von Hilfsmaßnahmen für die „Kinder von Tschernobyl“ angestoßen.

Das Holzhaus Grodno wurde im Schuljahr 2004/2005 von der Vorklasse Bautechnik des Leo-Sympher-Berufskollegs erstellt. Nach den Vorüberlegungen, den Planungen und der Kostenkalkulation wurden die Pläne des Architekten umgesetzt. Material wurde bestellt und bearbeitet, ein Modell in der Bauhalle der Schule errichtet und der Rohbau im Rahmen eines Festes übergeben.

Die ABM Obdachlosenhilfe des Vereins Zentrallager hat das Haus dann verschalt, die Fenster verkleidet und die Terrasse erweitert. Da einige Mitarbeiter aus Kasachstan und Russland stammten, konnten die Erfahrungen aus osteuropäischer Bautradition in das Grodno-Haus einfließen.

Eine Arbeitsgruppe des Vereins  Fachwerk e.V. setzte die Fenster und Türen ein. Russlanddeutsche Frauen aus der Aussiedlerberatung der Caritas haben bei der Bemalung des Hauses geholfen.

Haus der Religionen

Das jüngste und vielleicht auch schönste Gebäude ist das Haus der Religionen. Es wurde im Juni 2007 fertiggestellt. Im März 2008 bekam es noch ein Dach, da Lehm ohne Regenschutz bei unseren Wetterverhältnissen nicht der geeignete Baustoff ist. An der inneren Wand ist eine Banderole in Regenbogenfarben, auf die größten Religionen wie Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus und Taoismus zu sehen sind. Auf dem liegt ein großes Mandala von ca. 2 m².

Werkstatt der Solidarität

Erfreulicherweise gibt es für die Besucherinnen und Besucher des Dorfes viele Anknüpfungen. Ganz im Sinne der Phantasiephase in den Robert Jungkschen Zukunftswerkstätten hat fast Jede(r) Ideen, wie man das Dorf noch erweitern oder nutzen könnte.  In der Werkstatt „Novosibirsk“ können u.a. Lehmsteine gefertigt werden, die auf Basaren verkauft werden und deren Erlös den oben genannten Projekten zukommen soll.

Die Arche Noah mit Wildbienenwand

wurde von Schülern der Wichernschule, einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ gebaut. Sie wurde mit einem Autokran auf die Halbinsel im Teich gehoben. Im Winter bietet sie Igeln ein Quartier und Frühling wird sie von vielen Wildbienen und Hummeln besucht.

In unserem Lehmbackofen

backen wir Kuchen, Pizza, Kekse oder Brot für Veranstaltungen wie Kindergeburtstage, Tagungen und Projekttagen.

Fotovoltaikanlage

Auf dem Dach der anliegenden Turnhalle der Eine-Welt-Schule wurde von Schüler_innen des Leo-Sympher-Berufskollegs unter Anleitung des Elektromeisters Lutz Horstmeier eine Fotovoltaikanlage installiert. Betreut und gewartet wird die Anlage von Reinhard Geffert, dem Fachbereichsleiter Elektrotechnik am Berufskolleg  und ermöglicht,  dass im Grodno-Haus Kaffee oder Kaffee gekocht und die Pumpen in der Wasseranlage mit Strom versorgt werden kann.

Wassserspielplatz

Schüler der Hauptschulen Minden-Todtenhausen und Minden Süd und die Jugendgruppe des Technischen Hilfwerks haben beim Bau des Wasserspielplatzes mit Feuchtbiotop geholfen. Der Wasserspielplatz nimmt Regenwasser vom Turnhallendach auf, das in Kaskaden zum Teich geleitet wird und dann versickert: In einer Zeit, in der Wasser bei uns gewöhnlich in der Kanalisation verschwindet, wird der Kreislauf sichtbar gemacht.

Dorfplatz

Der algerische Bildhauer Kader Aggad hat die Skulpur „Wasser für alle“ geschaffen, die sich auf dem zentralen Versammlungplatz des Eine-Welt-Dorfs,  befindet. An die Zweige des Kirschbaums mitten auf dem Dorfplatz hatten Schüler_innen Wünsche aufgehängt:

·         Alle Menschen sollen genügend Wasser haben und nicht hungern müssen.

·         Alle Kinder sollen zur Schule gehen können.

·         Alle Menschen sollen eine fair bezahlte Arbeit finden.

·         Sonnen- und Windenergie sollen stärker genutzt werden.

·         Zukünftige Generationen sollen zufrieden leben können.